Saisonartikel – Diese Artikel zeichnen sich durch eine begrenzte Dauer, zu der sie in dem Handelsunternehmen erworben werden können, aus. Je nach Typ kann die Preiskalkulation knapp (Sonderangebot), normal oder hoch (Saisonartikel) sein. Preislich niedriger gestellte Sonderangebote dienen vorrangig einem Verkaufseffekt, weniger einem Akquisitionseffekt für das gesamte Sortiment. Impulsartikel sind niedrig kalkulierte und psychotaktisch platzierte Artikel (zum Beispiel in der Greifzone von Regalen oder in der Kassenzone), die impulsiv, d. h. ohne vorherige Planung beim Betreten des Geschäfts, gekauft werden. Saisonartikel sind zu bestimmten Zeiten besonders begehrt, etwa Modeartikel oder typische Festtagsartikel. Grundsätzlich verlangen sie wegen wenig ausgeprägter Preiselastizität der Nachfrage oder aus Prestigegründen (Geschenke!) keine Niedrigpreiskalkulation. Zur Kalkulation bzw. Kontrolle des Absatzes insbesondere dieser Artikel kommt das so genannte Diffusionsmodell zum Einsatz, bei dem über die Gaußsche Normalverteilung frühzeitig Abweichungen von der geplanten Absatzmenge ermittelt werden.

Unter Kompensationsartikeln versteht man alle Artikel, deren Preiskalkulation zu einem hohen, kompensierenden Deckungsbeitrag führen soll. Sie sind als „Ausgleichsträger“ die Komplementärartikel zu Schlüssel- und Zugartikeln mit relativ geringer Preiselastizität und Preistransparenz, also Artikel, gegenüber deren Preisen sich die Kunden preisindifferent zeigen oder bei denen sie sogar auf Preissteigerungen mit Nachfragesteigerung reagieren.

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