Fruchtgummi und Bonbons sind weiche, gummiartig zähe, elastische Süßigkeiten aus Zucker, Glucosesirup und Verdickungsmitteln. Sie sind oft glänzend, durchscheinend und bunt gefärbt, schmecken fruchtig oder säuerlich und können auch mit Kristallzucker überzogen sein. Typisch für Gummibonbons ist ihre Vielfalt an fein detaillierten, oft kunstvoll gestalteten Formen; sie werden in einem speziellen Gussverfahren in Gestalt von Früchten, Tieren, Figuren und in vielen anderen Formen hergestellt. Nach Geschmack unterscheidet man außerdem Frucht- und Weingummis.

Von den Gummibonbons zu unterscheiden sind die in der Zusammensetzung ähnlichen Geleebonbons und Schaumzuckerwaren. Teilweise sind kombinierte Produkte üblich, die zum Beispiel ein Oberteil aus Fruchtgummi und einen Unterteil aus Schaumzucker haben.

Gummibonbons in Tierform sind als Gummitiere bekannt; häufigste Variante ist der Gummibär. Haribo-Fruchtgummi war für Westpakete beliebt und in der DDR begehrt.

Gummibonbons zählen zu den Zuckerwaren, da sie hauptsächlich aus Zucker bestehen, weswegen sie fachsprachlich auch „Gummizuckerwaren“ heißen. Ihre Inhaltsstoffe sind Zucker, Glucosesirup, Wasser und ein Verdickungsmittel oder eine Mischung aus mehreren Verdickungsmitteln, zumeist Gelatine, modifizierte Stärke oder Gummi arabicum. Der im Vergleich zum Beispiel zu Hartkaramellen hohe Wassergehalt bewirkt in Verbindung mit dem Verdickungsmittel die gummiartige Konsistenz. Ihren Geschmack erhalten sie durch den Zusatz von Fruchtsaftkonzentraten, Citronen-, Milch- oder anderen Genusssäuren, natürlichen und künstlichen Aromastoffen oder Wein; daneben enthalten sie oftmals auch Farbstoffe. Zuckerfreie Gummibonbons sind ebenfalls erhältlich, sie enthalten Zuckeraustauschstoffe wie Maltit anstelle von Zucker und Glucosesirup.

Die verwendete Gelatine stammt in Deutschland in der Regel vom Schwein. Insbesondere für Menschen mit religiösen Vorbehalten gegen den Genuss von Schweineprodukten sind auch Varianten mit Fischgelatine erhältlich.

Weingummi muss gemäß der Richtlinie für Zuckerwaren des BLL tatsächlich unter Verwendung von echtem Wein hergestellt sein, braucht jedoch keinen Alkohol zu enthalten, zumal dieser sich während des Herstellungsprozesses verflüchtigt. Eine allerdings bedeutende Ausnahme von dieser Regel bildet englisches Weingummi, das grundsätzlich ohne Wein hergestellt wird.

Als Lakritz oder Lakritze wird der Wurzelextrakt des Echten Süßholzes (Glycyrrhiza glabra) bezeichnet. Zudem wird der Begriff für Produkte auf dessen Basis verwendet. Lakritz wird in Teilen Deutschlands und der Schweiz sowie in Südtirol auch als Bärendreck bezeichnet. Es handelt sich dabei vor allem um Süßwaren, die in Form von Süßlakritz und Salzlakritz konsumiert werden. Lakritz kann jedoch auch in zahlreichen anderen Produkten enthalten sein.

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