Heilerde und Basenpulver – Heilerde ist ein Pulver, das aus eiszeitlichen Lößablagerungen gewonnen und für verschiedene Anwendungen verarbeitet wird. Es wird meist mit kaltem Wasser verrührt angewandt bzw. eingenommen.

Mineralogisch betrachtet besteht Heilerde im Wesentlichen aus Aluminium-Silikaten und anderen Mineralien in wechselnder Zusammensetzung. Häufig handelt es sich um Löß-, Lehm-, Ton- oder Moorerden. Heilerde wird auch als Eiszeit-Löß bezeichnet. Ihre Zusammensetzung ist abhängig vom Abbaugebiet. Neben den erwähnten Silikaten finden sich oft Kalkspat, Feldspat und Dolomit, aber auch Spurenelemente.

Heilerde wird sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet. Heilerde soll äußerlich insbesondere gegen Akne, aber auch bei Gelenkschmerzen helfen. Zu den innerlichen Anwendungsgebieten zählen Verdauungsstörungen.

Zu Wirkungsmechanismen siehe auch unter Löß: Kapitel Medizin. Ergänzend ist festzustellen, dass sich auch Tiere innerlich und äußerlich mit Erde oder Schlamm behandeln, wenn sie Beschwerden mit Verdauung oder Haut haben. Die große innere Oberfläche der Erde vermag Giftstoffe oder Bitterstoffe zu binden.

Basische Ernährung ist eine Ernährungsform, die seit etwa 1913 in der Alternativmedizin bzw. Komplementärmedizin häufig als gesundheitsfördernd und heilend empfohlen wird. Dabei werden Nahrungsmittel bevorzugt, die weniger säureproduzierende Anteile und mehr basisch wirkende Anteile enthalten. Auch der Zusatz sogenannter „Basenpulver“ in Form von Nahrungsergänzungsmitteln bedient dieses Konzept.

Ernährungswissenschaftler und die wissenschaftliche Medizin haben keine Hinweise gefunden, dass diese Ernährungsweise therapeutisch wirksam ist.

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