Die Pilze (Fungi) sind in einer heute noch gebräuchlichen, aber veralteten Klassifikation das dritte große Reicheukaryotischer Lebewesen neben den Vielzelligen Tieren (Metazoa) und den Pflanzen (Plantae). Zu ihnen gehören vor allem Vielzeller wie die Ständerpilze, aber auch Einzeller wie die Backhefe sowie coenocytische Formen mit vielen Zellkernen, aber ohne zellige Untergliederung. Nachdem sie bis in das späte 20. Jahrhundert zu den Pflanzen gerechnet wurden, sind sie nach heutiger Kenntnis näher mit den Tieren als mit den Pflanzen verwandt.

Die Wissenschaft von den Pilzen ist die Mykologie.

Das Wort Pilz (althochdeutsch buliz) ist aus lateinisch bōlētus entlehnt; die weitere Herkunft ist unklar. Wahrscheinlich hängt das Wort mit altgriechisch βωλίτης bolites Champignon zusammen; neugriechisch βωλίτης vo̱líti̱s bezeichnet Dickröhrlinge(Boletus), insbesondere den Steinpilz (βωλίτης ο εδώδιμος), aber auch den Satans-Röhrling (βωλίτης ο σατανάς).

Die botanische Bezeichnung Fungi (lateinisch fungus Pilz) lässt sich auf griechisch σφόγγος sphóngos zurückführen; dies bezeichnete ursprünglich Schwämme. Da sich Pilze ebenso mit Wasser vollsaugen wie Schwämme, wurde der Begriff im Laufe seiner Geschichte auf Pilze übertragen.

Mykologie, der Wortbestandteil mycetes und ähnliche Begriffe sind abgeleitet von griechisch μύκης mýkēs Pilz, Mehrzahl μύκητες mýkētes.

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