Getreidedrink, Milchersatz oder Milchersatzprodukt werden umgangssprachlich Nahrungsmittel bezeichnet, die geschmacklich oder optisch sowie vom Fett- oder Eiweißgehalt her Milch (oder Milcherzeugnissen) ähneln, ohne aus dieser hergestellt zu sein.

Andere, jedoch im Handel nicht zulässige Bezeichnungen sind Pflanzenmilch und historisch vegetabile Milch.

Die Bestandteile der Milch werden durch pflanzliche Eiweiße und ebensolche Fette ersetzt. In Deutschland sind sie seit 1990 zugelassen. Charakteristisch für diese Produkte ist, dass sie frei von Cholesterin, tierischem Eiweiß sowie Milchzucker sind, und in der Rohform nur sehr wenig verwertbares Calcium und kein Vitamin B12 enthalten.

Zu ihnen zählen:

  • Sojamilch
  • Getreidemilch
    • Hafermilch
    • Reismilch
    • Kokkoh
  • Mandelmilch
  • Douzhi (Mungbohnen­milch)

sowie im weiteren Sinn:

  • Säuglingsmilchnahrung
  • Milchaustauscher in der Tiermast und für Heimtiere

Zu den Nutzern dieser Alternativen, die teilweise auch mit Vitaminen (v. a. Vitamin B12) Calcium oder Omega-3-Fettsäuren angereichert angeboten werden, gehören mitunter Personen mit Laktoseintoleranz oder Kuhmilchallergie, Ovo-Vegetarier und Veganer. Im Mittelalter nutzten orthodoxe Gläubige Mandelmilch als Milchersatz während der Fastenzeit.

Kunstkäse und Sahneersatz wird teilweise aus Milchersatzstoffen hergestellt.

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